Copa América | Chile gewinnt die Copa América

Chile hat die Copa América gewonnen. Im Finale gegen Argentinien gewann die Mannschaft um Alexis Sanchez das letzte Spiel des Turniers mit 4:3 nach Elfmeterschießen.

Copa América | Chile gewinnt die Copa América
Eines war das Spiel mit Sicherheit: umkämpft. | Quelle: Vavel
Argentinien
0 0
Chile
Argentinien: (4-3-3) Romero - Rojo, Mori, Otamendi, Mercado - Banega, Mascherano, Biglia - di Maria (57. Kranevitter), Higuaín (70. Agüero), Messi
Chile: (4-3-3) Bravo - Beausejour, Jara, Medel, Isla - Aránguiz, Díaz, Vidal - Sánchez, Vargas, Fuenzalida (80. Puch)
Schiedsrichter: Héber Gomes (Brasilien). | Gelbe Karten gegen Diaz (16.), Mascherano (37.), Vidal (37.), Messi (40.), Beausejour (52.), Aranguiz (69.); Gelb-Rote Karte gegen Díaz (28., wiederholtes Foulspiel); Rote Karte gegen Rojo (43., Tätlichkeit).

Das Spiel begann ohne jegliches Geplänkel: nach 14 Sekunden schloss Éver Banega ab und traf nur knapp daneben. Kurze Zeit später kam auch Lionel Messi zu einer Chance, aber sein Freistoß aus 25 Metern stellte Chiles Keeper Claudio Bravo vor keine Probleme (7.). Insgesamt begann vor allem Chile mit einem aggressiven Gegenpressung und zwang die Argentinier zu kleineren Fehler. In der Vorwärtsbewegung allerdings waren die Argentinier schnell, sodass sich schnell ein offener Schlagabtausch einstellte.

Gonzalo Higuaín kam für die Albiceleste zu einer guten Chance: Gary Medel ließ sich vom Napoli-Spieler überrumpeln, aber der Argentinier verfehlte das Tor. (22.)

Voller Einsatz: Nach einer Rettungstat knallte Gary Medel gegen den Pfosten. | Quelle: Copa América

Kurze Zeit später hatte Innenverteidiger Nicolas Otamendi die Möglichkeit, die Führung zu erziehen, aber sein wuchtiger Kopfball vom Elfmeterpunkt ging rechts vorbei (24.)

28 Minuten waren gespielt, als der bereits gelbverwarnte Marcelo Diaz gegen Lionel Messi ein zweites taktisches Foul beging und folgerichtig die Gelb-Rote Karte sah. 

Den Umständen entsprechend zog sich Chile etwas zurück und verzichtete weitestgehend auf das aggressive Anlaufen wie in der ersten halben Stunde der Partie.

Das Spiel wurde bis zur Pause ruppiger und war geprägt von kleinen Nickligkeiten und anhaltenden Diskussionen unter den Spielern und mit dem Schiedsrichter. Die Stimmung gipfelte in der 43. Minute, als Marcos Rojo hart gegen Arturo Vidal grätschte. Schiedsrichter Héber Lopes entschied ohne zu zögern auf Platzverweis - Grund dafür war vermutlich ein Nachtreten des argentinischen Verteidigers. 

Nach fünfminütiger Nachspielzeit ging es in die Kabinen. 

Rot! Schiedsrichter Héber Gomes zeigt Rojo die rote Karte. | Quelle: Vavel

Nach der Pause spielten zehn gegen zehn weiter und die Chilenen versuchten, die Kontrolle zu übernehmen. Sie ließen den Gegner stark dem Ball hinterher laufen und schalteten sich punktuell offensiv ein. Zu wirklich aussichts- und ertragreichen Chancen kam es allerdings nicht. Es dauerte bis zur 57 Minute, als Mauricio Isla eine Schusschance aus der Distanz bekam und durch Mann und Maus im Strafraum vorbeischoss.

In der 63. Minute hatte Chile nach einem Ballverlust Argentiniens im Aufbauspiel eine gute Konterchance, doch am Ende lief Eduardo Vargas ins Abseits und verschenkte somit die Situation.

Chile blieb das leicht aktivere Team, aber es gelang der Roja nicht, vor das Tor zu kommen. Bei Argentinien hatten Superstar Lionel Messi und die eingewechselten Kun Agüero und Matias Kranevitter Gelegenheiten, aus denen sich aber auch keine Tore ergaben. 

Somit blieb es beim 0:0 und ging in die Verlängerung. Da diese auch torlos blieb, musste (wie schon im letzten Jahr) ein Elfmeterschießen den Sieger bestimmen. Nachdem unter anderem Lionel Messi für die Argentinier verschoss, gewann Chile am Ende mit 4:3 und krönt sich als Sieger der Copa América.