Hinteregger schießt gegen RB Leipzig: "Leipzig macht Salzburg kaputt"

Augsburg-Neuzugang Martin Hinteregger zeigte sich nach seinem Wechsel von Red Bull Salzburg in die Bundesliga verärgert über die Transferpolitik der Leipziger. RB Leipzig reagierte daraufhin mit Empörung.

Hinteregger schießt gegen RB Leipzig: "Leipzig macht Salzburg kaputt"
Martin Hinteregger spielte sechs Jahre lang in Österreich für Red Bull Salzburg. | Quelle: Getty Images

Nachdem der 23-jährige Martin Hinteregger aufgrund einer Leihe bereits das letzte halbe Jahr in der Bundesliga bei Borussia Mönchengladbach spielte, wechselte er nun am letzten Tag der Transferphase von Salzburg nach Augsburg für eine Ablösesumme von sieben Millionen. 

Nun kritisierte er die Transferpolitik von RB Leipzig und dessen Schwesterklub RB Salzburg stark und ging mit dem Bundesliga-Neuling hart ins Gericht. Besonders verärgert zeigte sich Hinteregger über die Tatsache, dass in den vergangenen Jahren insgesamt neun Spieler von Salzburg nach Leipzig gewechselt sind. Alleine im abgelaufenen Transferfenster wechselten mit Naby Keita und Bernardo wieder zwei Salzburger Leistungsträger nach Leipzig.

„Die Art und Weise, wie Leipzig Salzburg kaputt macht, ist nicht schön anzuschauen. Ich finde das schade, denn im Endeffekt sind es zwei verschiedene Vereine, aber es wird alles aus Leipzig regiert, alles nur zu Leipziger Gunsten. Salzburg wird komplett links liegen gelassen“, so Hinteregger.

Laut Hinteregger ist Red Bull Salzburg nur der Ausbildungsverein für den Bundesligisten und hat somit auf lange Zeit keine erfolgreiche Zukunft vor sich: „Aus Salzburger Sicht ist da sicher Wut dabei. Wir hatten eigentlich immer eine gute Gemeinschaft und - zack - ist wieder ein Spieler in Leipzig. Es kommt nie eine richtige Mannschaft zustande.“

RB Leipzig war für Martin Hinteregger keine Option

„Leipzig war für mich aus Respekt vor den Salzburger Fans keine Adresse“, äußerte sich Hinteregger nach seinem Transfer zu Augsburg. 

Der Innenverteidiger erklärte außerdem, dass er bei einem Wechsel zu RB Leipzig finanziell besser gestanden hätte: „Jetzt werden alle hingeschoben, aber ich bin da sicher nicht dabei. Es war für mich Respektsache, dass ich Leipzig abgesagt habe, obwohl es wahrscheinlich finanziell besser ausgeschaut hätte.“

Der österreichische Nationalspieler zeigte sich zudem froh, dass er „den Schritt in die deutsche Bundesliga nicht über Leipzig gewählt habe.“

Zusätzlich bedauert Martin Hinteregger, dass sein Ex-Verein seit Jahren von RB Leipzig systematisch „kaputtgemacht“ wird: „Wenn Leipzig ruft, folgen die Spieler natürlich. Es sind meistens ausländische Spieler, die haben sich nie mit Salzburg identifiziert, die haben nicht viel mit Salzburg zu tun. Deswegen ist es für sie nicht so schwer. Aber für mich war es überhaupt kein Thema, weil alles von Leipzig aus gesteuert wird, und das finde ich ein bisschen schade.“

RB Leipzig-Vorstandvorsitzender Mintzlaff kontert Kritik

Der Vorstandsvorsitzende der Sachsen reagierte auf die Kritik des Innenverteidigers mit Empörung: „Das ist einfach nur populistisch und inhaltlicher Nonsens. Die Entscheidung für einen Wechsel trifft einzig und allein der Spieler. Das sollte insbesondere auch Martin Hinteregger wissen, der sowohl letzten Winter als auch jetzt wieder im Sommer unbedingt Salzburg verlassen wollte“, so Oliver Mintzlaff.

RB Leipzig-Vorstandsvorsitzender Oliver Mintzlaff konterte die Kritik des Ex-Salzburgers. | Quelle: dpa

Zudem behauptet Mintzlaff, der bei Red Bull zugleich als Head of Global Soccer tätig ist, dass Hinteregger in der Vergangenheit selbst noch das Ziel geäußert habe, einmal für RB Leipzig spielen zu wollen.