Bayer 04 Leverkusen - Werder Bremen: Werkself gegen Angstgegner Werder

Im Viertelfinale des DFB-Pokals trifft die Werkself aus Leverkusen auf den SV Werder Bremen und kämpft in der heimischen BayArena um den Einzug in das Halbfinale.

Bayer 04 Leverkusen - Werder Bremen: Werkself gegen Angstgegner Werder
Wie auch gegen die SpVgg Unterhaching in der letzten Runde, wollen die Leverkusener nun den nächsten Gegner aus dem Pokal werfen. (Quelle: dpa)

Durchaus selbstbewusst trat Roger Schmidt (48) am Montagmittag vor die Presse in der Leverkusener BayArena. Und das durfte der Bayer-Trainer zwei Tage nach dem 0:0 zuhause gegen den Rekordmeister Bayern München auch sein. Die Werkself schaffte es nach Eintracht Frankfurt und Borussia Mönchengladbach als drittes Team in dieser Saison, den Münchnern Punkte abzunehmen. Besonders defensiv wusste Leverkusen zu überzeugen und ließ vergleichsweise wenig Torchancen der gefährlichen Bayern-Offensive zu.

Mit fünf Punkten aus den ersten drei Spielen sind die Leverkusener gut in die Rückrunde gestartet und wollen diesen Aufwärtstrend auch am Dienstagabend fortsetzen. Nur drei Tage nach dem Spiel gegen die Bayern trifft Bayer 04 im Viertelfinale des DFB-Pokals auf den derzeitigen Tabellen-16. Werder Bremen.

Gegen den FC Bayern München erkämpfte sich die Werkself ein 0:0. (Quelle: dpa)

Wir wissen, dass wir in einem Heimspiel gegen Werder Bremen Favorit sind. Allerdings muss man das in einem DFB-Pokalspiel immer etwas relativieren“, sagte Schmidt und spielte damit auf die eigenen Gesetze des Pokalwettbewerbs an. Erst in der vorigen Runde hatten die Bremer überraschend Borussia Mönchengladbach mit einem spektakulären 4:3-Auswärtssieg aus dem Turnier geworfen.

Bayer-Pokalschreck Bremen

Vor allem Bayers Statistik gegen die Mannschaft von Viktor Skripnik deutet auf alles andere als eine klare Angelegenheit für Leverkusen hin: Noch nie konnten die Rheinländer im Pokal gegen Werder gewinnen. In allen fünf Duellen gingen die Bremer als Sieger vom Platz. Besonders an die letzte Begegnung im Jahre 2009 dürften sich alle Bayer-Fans noch schmerzlich erinnern. Im Pokalfinale in Berlin verpasste Leverkusen den ersten Vereinstitel nach 16 Jahren.

Damals traf ein gewisser Mesut Özil zum 1:0-Siegtreffer für die Bremer. Besonders interessieren tut Roger Schmidt die Pokal-Bilanz gegen das Team von der Weser nicht: „Das ist 7 Jahre her, sowas spielt für uns jetzt keine Rolle mehr.“

Werkself kann aus dem Vollen schöpfen

Die geringste Sorge von Schmidt vor dem Spiel dürfte sein Personal sein. Außer den Langzeitverletzten Lars Bender, Charles Aránguiz und Robbie Kruse sind alle Spieler der Werkself fit und einsatzbereit. Große Hoffnungen liegen wie immer auf Bayers Chilenen-Stürmer Javier Hernandez. Der 27-Jährige erzielte in bisher 25 Einsätzen starke 21 Tore. Die Bremer hingegen müssen immer noch auf das erste Spiel ihres Neuzugangs Sambou Yatabaré warten. Der in der Winterpause von Standard Lüttich verpflichtete Mittelfeldspieler aus Mali war vor seinem Wechsel aufgrund eines Fouls gesperrt worden.