Coman fällt verletzt aus

Der FC Bayern München wird eine Zeit lang auf Kingsley Coman verzichten müssen. Der Franzose verletzte sich nach einem Zweikampf im Training am Außenband.

Coman fällt verletzt aus
Kingsley Coman liegt verletzt am Boden. | Quelle: FC Bayern München

Kingsley Coman hat sich während einer Trainingseinheit verletzt. Der FC Bayern München wird in den kommenden Wochen auf den Franzosen verzichten müssen. In einem Zweikampf mit Javi Martínez verletzte sich der 20-Jährige am Außenband und riss sich es. Er wird vorraussichtlich Ende September wieder zurück sein.

"Er lag da und hatte offensichtlich Schmerzen. Das ist nie ein gutes Zeichen. Ich weiß nicht ob er [Javi Martínez] ihn getroffen hat oder er doof aufgekommen ist. Es hat sich auf jeden Fall nicht gut angehört", sagte FCB-Kapitän Philipp Lahm, nachdem sich Coman verletzt hatte.

Nach Renato Sanches, Jerome Boateng, Douglas Costa und Arjen Robben ist Coman nun der nächste Spieler auf der Verletztenliste. Xabi Alonso und Thiago mussten das heutige Training aussetzen. Neu-Trainer Carlo Ancelotti kann sich dennoch darüber freuen, dass Boateng, Douglas Costa und Robben das Training mittlerweile wieder aufgenommen haben. Auch Arturo Vidal, der beim Supercup-Spiel gegen Borussia Dortmund verletzt ausgewechselt werden musste, war wieder zurück im Mannschaftstraining.

Die Verletzung für Coman ist besonders ärgerlich, da er in der letzten Saison unter Pep Guardiola zum ersten Mal in seiner Karriere wirklich durchstarten konnte. In seinen früheren Spielzeit bei Paris St. Germain und Juventus Turin stand der junge Flügelspiel nicht oft genug auf dem Platz, um sich beweisen zu können. Erst eine zweijährige Leihe nach München machte dies möglich. Trotz des Konkurrenzkampfes absolvierte er 23 Bundesliga-Spiele, in denen er vier Tore erzielte und sechs vorbereitete. In der Champions League traf er zwei Mal und legte ebenfalls sechs auf.

Coman wird nach dem Zweikampf mit dem Transportwagen abtransportiert. | Quelle: imago

Im vergangenen Sommer zahlten die Münchener Juventus Turin eine Leihgebühr in Höhe von sieben Millionen Euro für den Franzosen. Im Leihvertrag ist eine Kaufoption enthalten, die 21 Millionen Euro beträgt. Klubchef Karl-Heinz Rummenigge äußerte sich zu Beginn des Monat und bestätigte, dass man die Option "mit großer Wahrscheinlichkeit" ziehen wird.

Der Spieler selbst macht auch keinen Hehl daraus, dass es ihm im Verein sehr gefällt und er sich eine gemeinsame Zukunft durchaus vorstellen könne. "Ich spiele bei einem der drei besten Klubs der Welt. Meine ganze Karriere bei Bayern zu verbringen, wäre also nicht schlecht", sagte er Ende März dem französischen Fernsehsender "TF1" in einem Interview.

Einen Monat später verriet er aber auch, dass ein Wechsel in die englische Premier League irgendwann durchaus möglich wäre. "Für mich ist es die interessanteste Liga der Welt. Für die nächsten drei Jahre sehe ich mich bei Bayern. Aber meine Karriere startet gerade und man weiß ja nie. England hat jedenfalls eine Liga, in der jeder Spieler gerne spielen möchte", wird er vom "Guardian" zitiert.