FC Bayern München - SV Werder Bremen: Auftaktsieg zur Ancelotti-Premiere?

Zum Start der neuen Saison trifft der FC Bayern München auf den SV Werder Bremen. Nord-Süd-Derby als Eröffnungsspiel der 54. Bundesliga-Saison.

FC Bayern München - SV Werder Bremen: Auftaktsieg zur Ancelotti-Premiere?
FC Bayern München - SV Werder Bremen: Auftaktsieg zur Ancelotti-Premiere? | Quelle: VAVEL

Der FC Bayern München wird als letztjähriger Meister die 54. Bundesliga-Saison gegen den SV Werder Bremen in der Allianz Arena einleiten. Dabei wird es zur Premiere von Neu-Trainer Carlo Ancelotti kommen, der auf Josep ‚Pep‘ Guardiola folgt. Der Italiener wird zum ersten Mal in der Bundesliga an der Seitenlinie als Trainer agieren. Zum Saisonauftakt kann der 57-Jährige jedoch nicht auf seinen kompletten Kader zurückgreifen und muss auf einige seiner Stars verzichten. Arjen Robben, Renato Sanches, Thiago und Xabi Alonso und befinden sich zwar wieder im Aufbautraining, werden für das Spiel gegen die Grün-Weißen aber nicht zur Verfügung stehen. Länger verzichten muss Ancelotti auf Holger Badstuber und Kingsley Coman. 

Transfers

Gerade Mal zwei Transfers hat der deutsche Rekordmeister benötigt, um sein Team qualitativ noch ein Stück besser zu machen, als es eigentlich schon ist. Von Ligakonkurrent Borussia Dortmund kam Mats Hummels zurück nach München und wird zukünftig, wie auch schon in der Nationalmannschaft, mit Jerome Boateng die neue Innenverteidigung bilden. Zudem verpflichtete man EM-Shootingstar Renato Sanches von Benfica Lissabon. Beide Spieler haben jeweils 35 Millionen Euro Ablöse gekostet. Verlassen haben den Verein Mario Götze, Sebastian Rode (beide BVB), Pierre-Emile Hojbjerg (FC Southampton) und Medhi Benatia, der in der kommenden Saison auf Leihbasis (drei Millionen Euro Leihgebühr) für Juventus Turin spielen wird. Die drei Mittelfeldspieler brachten den Münchenern insgesamt 49 Millionen Euro wieder ein.

Vorbereitung

Die Vorbereitung lief erwartungsgemäß gut für den FC Bayern München. Insgesamt sechs von acht Spielen vor dem Saisonstart entschied man für sich. Darunter auch die Siege in der ersten DFB-Pokalrunde gegen Carl-Zeiss Jena (5:0), wo Robert Lewandowski in Torflaute war und einen Hattrick erzielte, und im Supercup-Endspiel gegen den BVB (2:0). Im ‚International Champions Cup‘ unterlag man jedoch zwei Mal knapp AC Mailand (erst im Elfmeterschießen) und Real Madrid. Trotz der zahlreichen verletzten und fehlenden Spielern gewöhnte sich das Team an die neuen Taktiken und vor allem Formationen von Trainer Ancelotti. Der Italiener wechselte das alte ‚Guardiola-System‘ mit einer Dreier-und Fünferkette durch die bekannte Viererkette aus und ließ häufiger mit der 4-2-3-1-oder 4-3-3-Formation spielen, wie man es schon aus seiner Zeit bei Real Madrid kannte. 

Lewandowski traf gegen Carl-Zeiss Jena dreifach. | Quelle: MIC

Blick auf den Gegner

Blickt man nun auf den Gegner aus Bremen, sieht man dunkle Wolken. Eine durchwachsene Vorbereitung und das Aus in der ersten Runde des DFB-Pokals bedeuten schon vor dem Start in die neue Bundesliga-Saison Kritik für Cheftrainer Viktor Skripnik. Geht es nach den Buchmachern, dann ist er der erste Trainer, der in dieser Spielzeit seinen Stuhl räumen muss. Der 46-Jährige war schon nach Ablauf der vergangenen Saison in die Kritik geraten, doch die Bremer Vereinsführung hielt am Trainer fest und wird die neue auch mit ihm starten. Neu-Geschäftsführer Frank Baumann stellte das schon auf seiner Pressekonferenz zum Amtsantritt klar. Baumman krempelte den Verein ordentlich um. Elf Neuzugängen stehen zehn Abgängen gegenüber. Max Kruse, Florian Kainz, Lennart Thy, Robert Bauer, Thanos Petsos, Jaroslav Drobny, Fallou Diagne, Lamine Sané, Niklas Moisander, und Justin Eilers. Zu den Abgängen zählen u.a. Jannik Vestergaard, Anthony Ujah, sowie die beiden Leihspieler Levin Öztunali und Papy Djilobidji. Gerade diese Abgänge gilt es schnellstmöglich zu kompensieren, wobei man nicht vergessen darf, dass die Neuzugänge sich in Bremen erstmal akklimatisieren müssen.

Prognose

Trotz der vielen verletzten und fehlenden Spieler auf der Seite der Bayern wird man zum Saisonauftakt und zur Ancelotti-Premiere gegen angeknackste Bremer wohl keine Punkte liegen lassen. Ancelotti hat zwar nicht seinen kompletten Kader zur Verfügung, kann dennoch aber auf genug Qualität zurückgreifen. Zudem liegt der letzte Sieg der Bremer in München mittlerweile schon acht Jahre her - ein gutes Omen also für den deutschen Rekordmeister.