Mkhitaryan verlässt Dortmund in Richtung Manchester

Der Deal hat sich lange hingezogen, doch nun ist er durch. Henrikh Mkhitaryan verlässt Borussia Dortmund und wechselt auf die Insel zu Manchester United. Er wird in Zukunft mit José Mourinho zusammenarbeiten und mit Zlatan Ibrahimovic in einem Team spielen.

Mkhitaryan verlässt Dortmund in Richtung Manchester
Mkhitaryan verlässt den BVB nach drei Jahren. | Quelle: Getty Images

Henrikh Mkhitaryan wechselt auf die Insel. Borussia Dortmund und Manchester United haben sich nach langen Gesprächen und Verhandlungen auf einen Deal geeinigt. Der Armenier kam vor drei Jahren von Shakthar Donezk zum BVB. Die Schwarzgelben bezahlten damals etwa 27,5 Millionen Euro - jetzt verlässt er sie für etwa 42 Millionen. Damit wird er zum teuersten Abgang in der Vereinsgeschichte, und toppt damit die 37 Millionen Euro, die der FC Bayern München im Sommer 2013 für Mario Götze an den BVB überwiesen hat.

"Diesem Transfer ging für uns auf Basis einer völlig neuen Ausgangssituation eine schwierige Abwägung voraus: Manchester hat uns ein enorm werthaltiges Angebot unterbreitet. Hätten wir es ausgeschlagen, wäre der Spieler 2017 ablösefrei gewechselt. Und wir hätten die Personalfrage nur um ein Jahr hinausgeschoben", sagte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke.

Schwerer Verlust

Für  die Dortmunder ist der Abgang von Mkhitaryan ein schwerer Verlust, keine Frage. Mit elf Toren und ganzen 20 Vorlagen - Ligahöchstwert - in 31 Spielen hatte der 27-Jährige einen maßgeblichen Anteil daran, dass der BVB mal wieder Bayern-Jäger Nummer eins war und die Saison als Zweiter beendete. Zudem qualifizierte man sich wieder für die Champions League, nachdem es in der Saison zuvor nur für die Europa-League-Teilnahme reichte. Gegen Jürgen Klopps Liverpool flog man in der Europa League schon im Viertelfinale raus - Mkhitaryan traf zwei Mal in elf Spieler. Er legte sechs Treffer auf. Im DFB-Pokal traf Mkhitaryan sogar in fast allen Spielen, nur im Finale gegen die Bayern nicht, welches man erst nach Elfmeterschießen verloren hat.

Unglückliche Niederlage im DFB-Pokalfinale. | Quelle: Borussia Dortmund

Ersatz?

Einen adäquaten Ersatz für Mkhitaryan zu finden, wird wahrscheinlich nicht möglich sein. Auf der Wunschliste von Thomas Tuchel soll wohl EM-Teilnehmer André Schürrle weit oben steht. Der Wolfsburger kennt Tuchel noch aus der gemeinsamen Zeit beim FSV Mainz 05. Angeblich haben die Schwarzgelben den Wölfen ein Angebot in Höhe von 25 Millionen Euro unterbreitet. VfL-Geschäftsführer Klaus Allofs sagte neulich: "Es ist offensichtlich, dass es Interesse gibt aufgrund der Vergangenheit mit Tuchel. Es gibt keine Summe, die mich schwach machen würde."

Zuvor wurde auch mit Bayer Leverkusens Karim Bellarabi verhandelt, doch die Werkself lehnte prompt ab. B04-Sportdirektor Rudi Völler damals: "Es gab noch mal eine offizielle Anfrage aus Dortmund vor einigen Tagen. Von uns gab es aber sofort die Absage. Karim abzugeben, ist für uns nicht im Ansatz ein Thema. Er bleibt definitiv. Bellarabi ist unverkäuflich."