Eintracht Frankfurt 3:2 VfL Wolfsburg: Alex Meier schießt die Wölfe ab

Die Wölfe geben nach einer guten ersten Halbzeit das Spiel aus der Hand und die Hessen feiern Alex Meier nach seinem Dreierpack.

Eintracht Frankfurt 3:2 VfL Wolfsburg: Alex Meier schießt die Wölfe ab
Quelle: Getty Images
Eintracht Frankfurt
3 2
Vfl Wolfsburg
Eintracht Frankfurt: Hradecky- Hasebe, Zambrano, Abraham, Oczipka- Russ, Stendera- Aigner (92.Ignjovski), Huszti- Meier- Seferovic (46.Fabian).
Vfl Wolfsburg: Benaglio- Vierinha, Naldo, Dante, R. Rodriguez- Träsch, Guilavogui- D. Caligiuri (62. S. Jung), Draxler (86. M. Schäfer)- M. Kruse (78. Bendtner)- Schürrle.
Ergebnis: 0:1, Dante (25.), 1:1, Meier (66.), 2:1, Meier (73.), 2:2, Schürrle (79.), 3:2 Alex Meier (90.+3).
Schiedsrichter: Knut Kircher. Gelbe Karte: Huszti (56.), Hasebe (84.)

Zum Rückrundenstart empfing Eintracht Frankfurt den Champions-League Achtelfinalisten VfL Wolfsburg.

Szabolcs Huszti stand als einziger Neuzugang in der Startelf der Frankfurter, Kaan Ayhan und Marco Fabian nahmen auf der Bank platz und sahen zu, wie die Wölfe sich eine Chance nach der anderen erarbeiteten, diese zunächst jedoch nicht nutzen konnten. Die Hessen bemühten sich beim Spielaufbau und scheiterten am Pressing der Wolfsburger, in der Offensive bekamen die Eintracht-Fans ebenfalls so gut wie gar nichts zu sehen.

Folglich kam das verdiente 1:0 für den VfL: Nach einem Freistoß von Ricardo Rodriguez erzielte Dante nach schlechter Abwehrleistung von David Abraham die Führung.

Trotz lautstarker Unterstützung der Fans im Rücken fanden die Hessen kaum ins Spiel und liefen größtenteils dem Ball nur hinterher. Kurz vor dem Halbzeitpfiff hatte dann Daniel Caligiuri die Chance zum 2:0, vergab jedoch aus fünf Metern freistehend vor dem leeren Tor.

Anschließend wurde das Team von Armin Veh von sichtlich enttäuschten Fans mit Pfiffen in die Halbzeitpause geschickt. 

Eintracht Frankfurt wie ausgewechselt

Die Hessen starteten überraschend gut in die zweite Halbzeit und hatten binnen Minuten durch Chancen von Stefan Aigner und dem eingewechseltem Neuzugang Marco Fabian die Wölfe in die eigene Häfte gedrängt. Der 26-Jährige Marco Fabian glänzte bei seinem Bundesliga Debüt und kurbelte das Offensivspiel der Adler an, durch den trickreichen Mittelfeldspieler kam die Eintracht häufiger vors Tor der Wölfe. Das Spiel entwickelte sich mittlerweile zu einem offenen Schlagabtausch, da beide Mannschaften ihre Chancen nicht verwerten konnten. Zuerst scheiterten André Schürrle und Co. an Lukas Hradecky, der seine Mannschaft im Spiel hielt, anschließend wurde Wolfsburg für die schlechte Chancenverwertung bestraft.

Alex Meier - Eiskalter Knipser

In der 67. Minute gelang Frankfurt dann endlich der Ausgleich: Fußballgott Alex Meier traf eiskalt per Volley nach Flanke von Stefan Aigner und schockte damit die Wölfe, die danach kaum ins Spiel zurückfanden.  

Nach nur fünf Minuten gelang der Eintracht überraschenderweise die Führung, dieses Mal war es wieder Alex Meier, dessen Schuss im Strafraum für Diego Benaglio unhaltbar abgefälscht wurde. Mittlerweile war der Ex-Frankfurter Sebastian Jung, begleitet von Pfiffen der Fans, ins Spiel eingewechselt worden und dieser schlug auch die Flanke für Schürrle zum zwischenzeitlichen 2:2-Ausgleich.

Ein umkämpftes Spiel zum Rückrundenstart. (Quelle: VfL Wolfsburg)
Ein umkämpftes Spiel zum Rückrundenstart. (Quelle: VfL Wolfsburg)

Hitzige Schlussphase

Beide Mannschaften gaben sich mit dem Remis nicht zufrieden und vernachlässigten zudem die Defensivarbeit. Auf Seiten der Gastgeber war es Makoto Hasebe, der in der Nachspielzeit im letzten Moment einen Lupfer von Vierinha auf der Linie rettete.

In der 92. Minute gelang Alex Meier dann der Lucky Punch: Nach einer eher harmlosen Flanke patzte der sonst starke Diego Benaglio und legte den Ball praktisch vor die Füße des Stürmers. Meier fackelte wie gewohnt nicht lange und machte seinen Hattrick perfekt. 

Letztendlich war das Spiel sehr mitreißerisch und lieferte auch dem neutralen Beobachter beste Unterhaltung. 

Stimmen zum Spiel 

Dieter Hecking, Trainer des VfL Wolfsburg, ärgerte sich nach dem Spiel über die Niederlage: „Wir dürfen dieses Spiel niemals verlieren. Wir waren in der ersten Halbzeit so dominant, da muss es 3:0 oder 4:0 stehen. Das war eine sehr, sehr ärgerliche und unnötige Niederlage.“

Armin Veh freute sich über den Heimsieg: „Wir waren in der ersten Halbzeit gar nicht richtig auf dem Platz. Das einzig Positive war, dass wir nur 0:1 zurücklagen. Die zweite Halbzeit war dann ziemlich ausgeglichen und Alex Meier war vorne drin mal wieder ganz wichtig.“

Wolfsburg ist die auswärtsschwächste Mannschaft der Bundesliga, die Wölfe holten nur einen Sieg in der Fremde. Das Team von Dieter Hecking muss nächste Woche zuhause gegen den 1.FC Köln antreten, die an diesem Spieltag ebenfalls eine Niederlage kassiert haben (1:3 gegen VfB Stuttgart).

Die Eintracht fährt nach gelungenem Start in die Rückrunde nächste Woche nach Augsburg