Bittencourt schaut drei Spiele zu

Leonardo Bittencourt vom 1. FC Köln wurde nach seinem harten Foul im Spiel gegen Leverkusen für drei Spiele gesperrt.

Bittencourt schaut drei Spiele zu
Bittencourt muss dreimal zuschauen. (Quelle: fckoeln.de)

Es waren hitzige Szenen, die das kleine rheinische Derby zwischen dem 1. FC Köln und Bayer Leverkusen (0:2) beendeten. Einer Rangelei zwischen mehreren Spieler beider Mannschaft war ein rüdes Foul von Leonardo Bittencourt vorausgegangen. Der 22-jährige Offensivakteur hatte den Leverkusener Admir Mehmedi von hinten in die beide gegrätscht. Nach Rücksprache mit seinen Assistenten verwies Schiedsrichter Manuel Gräfe den Übeltäter mit einer Roten Karte des Feldes. Am heutigen Montag hat der DFB das Strafmaß bekannt gegeben: Bittencourt wird drei Spiele gesperrt. Der 1. FC Köln hat dem Urteil zugestimmt, daher ist es rechtskräftig.

Ärgert sich selbst über sein Foul: Leonardo Bittencourt (Quelle: imago)

Insgesamt zwei Platzverweise

Bittencourt ist allerdings nicht der einzige Spieler, der in der Nachspielzeit vom Feld musste. Auch Bayers Linksverteidiger Wendell sah die Ampelkarte und fehlt seiner Mannschaft ein Spiel. Der Brasilianer hatte schon früh die Gelbe Karte gesehen (9.) und war im Laufe des Spiels mit weiteren kleinen Fouls und Unsportlichkeiten aufgefallen. In der Schlussphase würgte er im Getümmel aber Kölns Linksverteidiger Filip Mladenovic und sah seine zweite Gelbe Karte. Vorausgegangen war auch ein Würgeangriff von Mladenovic gegen Wendell, der allerdings unbestraft blieb. Heute kündigte der DFB an, nicht nachträglich gegen den Serben ermitteln zu wollen.

"Absolut ärgerlich"

Leonardo Bittencourt zeigte nach seinem Foul Reue: "Es tut mir leid. Und es ist natürlich absolut ärgerlich, dass ich jetzt drei Spiele zuschauen muss. Aber ich glaube an die Jungs, dass sie gute und erfolgreiche Spiele machen werden."

Nicht in Fahrt

Dabei kann der 1. FC Köln Bittencourts Hilfe gut gebrauchen. In der Rückrunde kommt die Mannschaft von Peter Stöger nicht wirklich in Fahrt. Während die Geißböcke in der Hinrunde noch ganze 24 Punkte holten, sind es in der Rückrunde erst zehn Punkte und zwei Siege (gegen Eintracht Frankfurt und Hannover 96). Auch wenn der Abstand auf den Relegationsrang noch sechs Punkte beträgt, würde ein Sieg ohne Frage gut tun.