Last-Minute-Wahnsinn: Hertha bezwingt SC Freiburg in letzter Sekunde

Am Sonntag empfing der Hertha BSC den Aufsteiger aus dem Breisgau den SC Freiburg. Hertha BSC stand unter Druck vor der Partie gegen den SC Freiburg. Unglücklich in der Europaleague-Qualifikation gescheitert und im Pokal sich über das Elfmeterschießen gegen den Drittligisten SSV Jahn Regensburg gerettet. Das Team von Coach Pal Dardai war schon vor dem Bundesligaauftakt gefordert. Anders Aufsteiger Freiburg, der als Neuling in der Liga als Außenseiter befreit aufspielen konnte und nach einem souveränen Sieg in der ersten Pokalrunde, keine Last auf den Schultern hat

Last-Minute-Wahnsinn: Hertha bezwingt SC Freiburg in letzter Sekunde
Last-Minute-Wahnsinn: Hertha bezwingt SC Freiburg in letzter Sekunde

Sonntagmittag im Olympiastadion und Saisonauftakt für Hertha BSC und SC Freiburg. Die vor dem Anpfiff herrschende Anspannung übertrug sicht teils auf das Spielfeld. Die erste Halbzeit bot kaum Torraumszenen, sodass die einzigen Torannäherungen von Janik Haberer (SC Freiburg) in der 23. Spielminute und Mitchell Weiser (Hertha BSC) in der 30.Spielminute kamen. Allerdings konnte man den Akteuren auf dem Feld keine wirklichen Vorwürfe machen, dass das Spiel kein Offensivfeuerwerk wird, da in der brennenden Berliner Mittagshitze jede noch so kleine Anstrengung reine Qual war. Aufgrund der Temperaturen gab es, wie so häufig an diesem ersten Spieltag, eine Trinkpause. Nach einer sehr unspektakulären ersten Halbzeit ging es für beide Mannschaften in die Kabine zur Pause. 

Kopf-an-Kopf-Duell im Olympiastadion // Quelle: picture alliance
Kopf-an-Kopf-Duell im Olympiastadion. | Quelle: picture alliance

Nach dem Seitenwechsel gewannen jedoch die Herthaner mehr und mehr die Überhand und konnten mit der Zeit enormen Druck auf den Aufsteiger aufbauen. Es war abzuzeichnen, dass die Hertha das 1:0 macht, so war es ausgerechnet Vladimir Darida, der Ex-Freiburger, der die Führung in der 62. Spielminute erzielt. Es schien als wenn der SC Freiburg keine Antwort auf das Gegentor parat hatte.

Einzelne Distanzschüsse

Die einzigen Chancen waren Dinstanzschüsse, wie der von Vincente Grifo ein paar Minuten nach dem Tor. Es schien als hätte sich Freiburg mit der Niederlage abgefunden, doch in der dritten Minute der Nachspielzeit konnte der Bundesliganeuling nach einer Ecke den Ausgleichstreffer durch Nicolas Höfler feiern. Schon in der zweiten Liga waren die Breisgauer berüchtigt für ihre Standards, und auch im ersten Bundesligaspiel schien es so, als ob ein Standardtor dem Aufsteiger einen Punkt beschert.

Wahnsinn kurz vor Schluss

Doch Julian Schieber machte ihnen einen Strich durch die Rechnung. Der kurz vor Schluss eingewechselte Stürmer erzielte, nach Verwirrung im Strafraum, doch noch den alles entscheidenen Siegtreffer zum endgültigem 2:1 in der 95. Spielminute. Kurz danach wurde die Partie beendet und die Hertha feiert nach einer unglaublichen Schlussphase 3 Punkte im ersten Spiel der Saison.