Huub Stevens tritt zurück

Die abstiegsbedrohte TSG Hoffenheim 1899 steht vorerst ohne Trainer da. Huub Stevens (62) hat seinen Rücktritt bekanntgegeben.

Huub Stevens tritt zurück
Quelle: SID

Nach SID-Informationen ist der 62-Jährige Huub Stevens bei der TSG Hoffenheim 1899 zurückgetreten. Aus gesundheitlichen Gründen kann der Holländer sein Amt nicht mehr weiter ausführen. Die Co-Trainer Armin Reutershahn und Alfred Schreuder sollen die Mannschaft bis zum Saisonende trainieren und den Verein vom Abstieg retten. Zur neuen Saison steht dann auch der neue Cheftrainer klar: Der erst 28-Jährige Julian Nagelsmann könnte bei Klassenerhalt der jüngste Bundesligatrainer der Geschichte werden.

Prekäre Situation

Huub Stevens übernahm erst im Oktober die abstiegsbedrohten Kraichgauer und sollte als "Feuerwehrmann" den Verein aus dem Absteigskampf holen, doch daraus wurde nichts. In zehn Spielen holte der Holländer gerade einmal acht Punkte. Gegen Hannover 96 holte er mit einem 1:0-Sieg den einzigen Dreier während seiner Zeit bei der TSG.

Der Verein taumelt, wie auch schon vorher unter Markus Gisdol, Richtung Abstieg und konnte sich tabellarisch auch unter Stevens nicht verbessern. Mit 14 Punkten steht man punktgleich mit Hannover 96 auf dem 17. Tabellenplatz und hat schon fünf Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz 16, der aktuell von Werder Bremen besetzt wird.

Erst zwei Siege konnten die Kraichgauer in dieser Saison einfahren und mussten ganze zehn Niederlage hinnehmen. Zudem teilte man sich acht Mal die Punkte.

Abgänge, wie die von Roberto Firmino, der im Sommer zum FC Liverpool wechselte, oder auch Anthony Modeste, der für etwa 4.5 Mio. € zum 1. FC Köln ging, konnte man nicht kompensieren und Neuzugänge wie Andrej Kramaric, Mark Uth, Eduardo Vargas oder auch Fabian Schär kommen nicht wirklich in Fahrt und können dem aktuell Verein nicht helfen.

Die Köpfe bei der TSG Hoffenheim hängen derzeit richtig tief. (Quelle: APF)

Der Kroate Kramaric kam, wie vorher auch bei Leicester City in der Premier League, nicht zum Zug. Auch Mark Uth hängt weit hinter seinen Erwartungen, wie auch Eduardo Vargas, der für 6 Mio. € in die Bundesliga wechselte. Fabian Schär, der vom FC Basel kam, trägt auch seinen Anteil daran, dass der Verein mit 30 Gegentoren die sechs schlechteste Defensive der Liga darstellt.