Hamburger SV - FC Bayern München: Rothosen gehen mit Verletzungssorgen in die Rückrunde

Die Rückrunde beginnt mit dem Spiel der Rothosen gegen den Rekordmeister FC Bayern.

Hamburger SV - FC Bayern München: Rothosen gehen mit Verletzungssorgen in die Rückrunde
Hamburger SV - FC Bayern München: Rothosen gehen mit Verletzungssorgen in die Rückrunde (Foto: VAVEL)

David gegen Goliath - so kann man ein Aufeinandertreffen zwischen dem Hamburger SV und dem FC Bayern München nennen, und so wird es auch zum Rückrundenstart am 18. Spieltag im heimischen Volksparkstadion heißen. Die Hamburger starrten schon öfters mit großen Augen und offenem Mund auf die Anzeigetafel und mussten sehr eindeutige Niederlagen einstecken. 

Spielen die Rothosen aber vor heimischen Publikum schaut es nach der Statistik wenigstens nicht so erschreckend aus, und darauf hoffen auch die Fans - den Rekordmeister gleich beim Rückrundenstart ärgern.

Enttäuschende Testspielreise

Das Trainingslager absolvierte der Hamburger SV im türkischen Belek und testete dort gegen Ajax Amsterdam, Rot-Weiß Erfurt und Young Boys Bern. Dreimal schauten die Spieler nicht wirklich gut aus und dreimal mussten sich die Hamburger geschlagen geben. Das Spiel gegen Amsterdam ging 1:3 verloren, bei den Spielen gegen Erfurt und Bern unterlag man jeweils mit 1:2.

Zu allem Testspielpech verletzte sich Pierre-Michel Lasogga während einer Trainingseinheit wieder an der Schulter und könnte möglicherweise für das kommende Spiel fehlen, auch Mannschaftskapitän Johan Djourou ist noch fraglich. Als Ersatz für den Stürmer könnte wiedermal Sven Schipplock in die Startelf springen, auch schon beim Eröffnungsspiel vertrat er den angeschlagenen Lasogga.

Zu seinem Bundesligadebüt könnte der 21-Jährige Kerim Carolus kommen, da neben Djourou Emir Spahic definitv nicht zur Verfügung steht. Sollte Djourou also auch ausfallen, geht der HSV mit Cleber und Carolus in die Rückrunde und "braucht" wirklich "einen Sahnetag", wie Bruno Labbadia auf der Pressekonferenz sagte.

"Er ist noch nicht wieder so spielfähig, dass man ihn ohne Probleme reinwerfen könnte", sagte der Trainer über eine mögliche Rückkehr von Gojko Kacar.

Die Bayern schier unschlagbar

Die Rothosen haben schon öfter unter Beweis gestellt, wie man nicht gegen die Bayern spielen sollte und musste schon ordentlich Prügel einstecken - im Kopf bleibt da sicher das 9:2 vom März 2013, das 8:0 vom Februar 2015 und die 5:0-Klatsche beim Eröffnungsspiel der aktuellen Saison. 

Dreht man den Spieß nunmal um und betrachtet die Spiele, die in der Hansestadt ausgetragen wurden, ist der HSV meist glimpflich davon gekommen und konnte sogar das eine oder andere Mal für eine Überraschung sorgen - so z.B. am 4. Spieltag der vergangenen Saison, wo die Bayern nicht über ein 0:0-Unentschieden hinauskommen und das Publikum feierte den Abpfiff wie drei Punkte. Auch das damalige 1:1, bei dem Jacopo Sala die Gastgeber sogar zwischenzeitlich mit einem herrlichen Treffer in Führung brachte, wurde trotz Ausgleich von Ivica Olic für die Bayern gejubelt.

Die Hamburger hoffen auf eine erneute Überraschung gegen die Bayern. (Quelle: Tobias Schwarz / AFP)

Der letzte Sieg über die Bayern im eigenen Stadion liegt mittlerweile mehr als sechs Jahre zurück. Der Kroate Mladen Petric traf damals bei dem 1:0-Heimerfolg im September 2009 in der 72. Minute gegen den Rekordmeister und Louis van Gaals Team musste sich nach dem Abpfiff geschlagen geben. Auf der anderen Seite konnte einer feiern, der auch am Freitag wieder an der Linie stehen wird: Bruno Labbadia.

Können die Rothosen also noch einmal für eine Überraschung sorgen? Gegen die aktuelle Form der Bayern kann man nicht wirklich daran glauben. Ein Unentschieden, eine Niederlage und 15 Siege, das ist die Bilanz der Münchener aus der Hinrunde. Das 0:0 in Frankfurt und eine 1:3-Niederlage im Borussia-Park bei den Gladbachern. Ob sich der HSV in die Reihe der beiden stellt und sich als "Bayern-Ärgerer" feiern kann, wird man sehen - hoch ist die Wahrscheinlichkeit aber nicht.

Auf der Pressekonferenz sahen das Holger Badstuber und Pep Guardiola jedoch anders und erwarten "einen aggressiv nach vorne spielenden HSV, eine komplett andere Mannschaft im Vergleich zum 1. Spieltag", wie es der Trainer sagte.