Roman Neustädter will zur EM - mit Russland

Roman Neustädter plant sich in Russland einbürgern zu lassen, um seine Chancen auf eine mögliche Europameisterschaftsteilnahme zu erhöhen.

Roman Neustädter will zur EM - mit Russland
Quelle: FC Schalke 04

Während der Winterpause kam Schalkes Roman Neustädter mit dem russischen Verband ins Gespräch und könnte seine Chancen auf eine mögliche Europameisterschaftsteilnahme durch eine Einbürgerung erhöhen. 

Neustädter wäre spielberechtigt 

Trotz der zwei Länderspiele, die der defensive Mittelfeldspieler schon für Deutschland absolviert hat, wäre er laut FIFA-Reglement für die Russen spielberechtigt, da die Spiele gegen die Niederlande und Ecuador lediglich Freundschaftsspiele waren und somit nicht als Pflichtspieleinsatz zählen.

Neustädter in seinem zweiten Länderspieleinsatz für Deutschland. (Quelle: AFP)

Kontakt war schon länger da

Wie der 27-jährige auf der Website der Schalker verrät, war der Kontakt mit dem russischen Verband schon länger vorhanden, da Roberto Di Matteo, Ex-Trainer auf Schalke, sich mit dem ehemaligen Nationaltrainer der Russen, Fabio Capello, unterhielt. 

Dieser Kontakt sei nach der Entlassung des 69-Jährigen aber abgebrochen und baute sich mit dem erneuten Interesse der Russen vor Kurzem wieder auf. Neustädter hat sich also während seines Urlaubsaufenthalts in Russland erneut mit dem russischen Verband getroffen und der Spieler selbst hofft, dass "es mit der Einbürgerung klappt."

Chancen auf eine EM-Teilnahme

Durch die Einbürgerung steigen natürlich die Chancen für Roman Neustädter, dass er für die anstehende Europameisterschaft in Frankreich sogar noch eine Einladung erhält, vorausgesetzt die Leistungen auf Schalke passen - und da muss der Ex-Gladbacher einen Zahn zu legen, denn seinen Stammplatz hat er mittlerweile verloren, kann sich diesen aber vielleicht in der Vorbereitung in den USA wieder zurück erkämpfen.

Auch seine sportliche Zukunft bei den Schalkern ist noch ungewiss, denn der Vertrag läuft im Sommer aus und aufgrund der wenigen Spielzeit, die er unter Trainer André Breitenreiter aktuell erhält, könnte es auch schwer werden, sich in der Rückrunde für eine Vertragsverlängerung zu beweisen.  

Neustädter stand diese Saison 13 Mal in der Bundesliga auf dem Platz, fünf Mal in der Europa League, dort sogar immer über die volle Distanz, und ein Mal im DFB-Pokal in der ersten Runde gegen den MSV Duisburg. Im Spiel gegen den MSV durfte er die letzten 14 Minuten ran.

Nach der Derbyniederlage gegen den BVB am 12. Spieltag wurde er im darauffolgenden Spiel gegen die Bayern nach 75 Minuten ausgewechselt und bekam gegen Leverkusen gerade mal einen Kurzeinsatz über sieben Minuten. Die Spiele gegen Hannover und Augsburg schaute Neustädter dann sogar von der Bank aus. Immerhin am letzten Spieltag gegen Hoffenheim wechselte ihn Breitenreiter für die letzte Minute ein, um beim 1:0-Erfolg noch etwas Zeit von der Uhr nehmen zu können.