Sané-Abgang ist fix

Der Transfer zog sich lange hin und ist nun endlich fix. Leroy Sané (20) verlässt den FC Schalke 04 und schließt sich Manchester City an, wo Pep Guardiola der Trainer ist.

Sané-Abgang ist fix
Leroy Sané verlässt den FC Schalke 04. | Quelle: Getty Images

Der Abgang ist nun perfekt. Leroy Sané wechselt zu Manchester City in die englische Premier League und verlässt nach insgesamt sieben Jahren den FC Schalke 04. Die Königsblauen verlieren zwar eines ihrer größten Talente, können sich anderseits auf eine hohe Ablösesumme freuen. Laut Medienberichten soll diese bei 48 Millionen Euro liegen - plus Bonuszahlung. Durch die 48 Millionen Euro ist Leroy Sané der nun teuerste deutsche Spieler (überholt damit Mesut Özil, der 2013 von Real Madrid zu Arsenal London für 47 Millionen Euro wechselte). Der junge Nationalspieler unterschrieb nach seinem bestandenen Medizincheck einen Fünf-Jahres-Vertrag in Manchester.

Vor allem Pep Guardiola war der Grund, wieso es ihn nach England zog. "Einer der Gründe zu Manchester City zu wechseln, war für mich Pep Guardiola. Er überzeugte mich hierher zu kommen und meine Entwicklung weiter zu fördern. Ich weiß, dass ich unter ihm eine Menge lernen werde und kann nun den nächsten Schritt in meiner Entwicklung machen", wird Sané auf der vereinseigenen Homepage von Manchester City zitiert.

"Wir haben grünes Licht für den Transfer gegeben, weil die für unsere Zustimmung notwendigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gegeben waren", erklärt Schalkes Sportvorstand Christian Heidel. "Aber uns allen blutet auch ein wenig das Herz. Mit Leroy verlieren wir ein tollen Fußballer mit gutem Charakter, dem Schalke einiges zu verdanken hat. Mannschaft und Verein wünschen ihm für seine neue Aufgabe alles erdenklich Gute." Zu den Verhandlungen mit dem vierfachen englischen Meister ergänzte er: "Die Verantwortlichen von Manchester City haben sich jederzeit professionell verhalten. Es waren schwierige, aber faire Gespräche."

Steil Berg auf

Sein erstes Bundesliga-Spiel machte Sané in der Saison 2013/2014 am 31. Spieltag gegen den VfB Stuttgart und kam in der 77. Minute für Max Meyer in die Partie. Der damals 18-Jährige wusste auch im Training immer wieder zu überzeugen und durfte in der Folgesaison öfter spielen. Ganze 13 Mal. Am 15. Spieltag erzielte er gegen den 1. FC Köln seinen ersten Treffer. Am 25. gegen die Hertha und am 29. gegen Wolfsburg folgten die nächsten zwei.

In der abgelaufenen Saison dann sein Durchbruch: Trainer André Breitenreiter macht ihn zum Stammspieler. 33 Einsätze, acht Tore (darunter auch ein Derby-Treffer gegen den BVB) und sechs Vorlagen lässt sich gut lesen für einen 20-Jährigen.

Derby-Treffer gegen den BVB. | Quelle: imago

Das hat natürlich auch Bundestrainer Joachim Löw mitbekommen, der seinen Kader für die anstehende Europameisterschaft in Frankreich zusammenstellen musste. Mitte Mai wurde der Flügelspieler in den vorläufigen Kader berufen, Ende Mai auch in den endgültigen. Ein Kurzeinsatz bei der 0:2-Niederlage gegen Frankreich war drin für ihn. Jetzt soll's auf der Insel weiter steil Berg auf gehen für ihn.