Keine Operation für Coke

Coke, Neuzugang des S04, verletzte sich in seinem ersten Spiel für die Königsblauen und verletzte sich am Kreuzband. Fest steht nun: Der Rechtsverteidiger wird konservativ behandelt und nicht ganz so lange fehlen.

Keine Operation für Coke
Schalke-Neuzugang Coke wird nicht ganz so lange fehlen. | Quelle: Getty Images

Zwei Monate weniger wird er fehlen. Coke verletzte sich im ersten Testspiel als S04-Spieler. Beim 2:1-Sieg über den italienischen FC Bologna verletzte sich der 29-Jährige am Kreuzband und sollte für eine längere Zeit fehlen. Nun hat man sich gegen eine Operation und für eine konservative Behandlung entschieden. Dies bedeutet: Der Rechtsverteidiger wird den Königsblauen früher als erwartet wieder zur Verfügung stehen. Zwei Monate früher um genauer zu sein. Der Grund hierfür ist, dass keine hochgradige Instabilität des Gelenks vorliegt und es sich um eine isolierte Verletzung des hinteren Kreuzbands im rechten Knie handelt.

Nach dem Testspiel sagte Sportvorstand Christian Heidel: "Wir sind alle geschockt. Für Coke tut es uns dieses Pech unendlich leid, denn er hat sich seit seiner Ankunft großartig in die Mannschaft eingebracht. Coke wird von uns jegliche Unterstützung bekommen, um die Verletzung auszukurieren", so der 53-Jährige.

Coke wechselte erst vor einer Woche zum FC Schalke 04. Die Königsblauen zahlten marktwertgerecht vier Millionen Euro Ablöse für den zweimaligen Europa-League-Sieger mit dem FC Sevilla, für den er seit fünf Jahren spielte. Der Kapitän der Andalusier zählte in der abgelaufenen Saison nicht mehr zur Stammkraft und musste häufiger von der Bank aus zuschauen. Ex-Trainer Unai Emery setzte vermehrt auf Mariano. Zum Saisonende kam Coke dennoch auf 21 Liga-Einsätze. In der Copa del Rey, dem spanischen Pokal, sowie in der Europa League machte er jeweils sieben Spiele. Vor allem das Finale gegen den FC Liverpool wird er nicht so schnell vergessen. Gleich zwei Mal traf er und sorgte für den dritten Europa-League-Titel in Folge.

Nun freut er sich auf eine neue Herausforderung. "Ich bin jetzt 29 Jahre alt und habe in meiner Karriere bisher ausschließlich in Spanien gespielt. Ich hatte fünf tolle Jahre beim FC Sevilla, der wirklich ein großer und außergewöhnlicher Club ist. Deshalb sind bei meinem Abschied auch viele Tränen geflossen. Ich habe aber für mich entschieden, dass ich noch einmal etwas anderes sehen, ein anderes Land kennenlernen möchte", erläuterte er den Grund für seinen Abschied aus Sevilla in einem Interview für die vereinseigene Homepage. 

Coke vor dem Test gegen Bologna. | Quelle: imago

Die Entscheidung, wieso es genau Königsblau geworden ist, liefete er direkt hinterher: "Der FC Schalke 04 hat in meiner Heimat einen sehr großen Stellenwert. Das liegt vor allem an Raul. Die Spanier haben gemerkt, wie wohl er sich auf Schalke gefühlt hat. Und wie die Menschen ihn geliebt haben. Sergio Escudero, mein Mitspieler in Sevilla, hatte mir ebenfalls nur Gutes über seine Zeit beim S04 berichtet. Und Schalke und Sevilla haben ja seit einigen Jahren – seit einem Duell im damaligen UEFA Cup - eine sehr enge Verbindung, beide Vereine sind befreundet, sodass man den Weg des jeweils anderen Clubs verfolgt. Ich wusste also, was für ein großartiger Verein der FC Schalke 04 ist. Als die Anfrage kam, musste ich deshalb nicht lange überlegen", so der Rechtsverteidiger.