Max Kruse wechselt an die Weser

Werder Bremen hat Max Kruse vom VfL Wolfsburg verpflichtet. Der 28-Jährige hat den Medizincheck bestanden und unterschrieb anschließend seinen Vertrag. Über die genaue Laufzeit ist nichts bekannt.

Max Kruse wechselt an die Weser
Max Kruse wechselt für rund sieben Millionen Euro an die Weser. | Quelle: SV Werder Bremen

Werder Bremen hat einen neuen Stürmer verpflichtet. Der Ex-Nationalspieler Max Kruse kommt vom VfL Wolfsburg an die Weser. Über die Transfermodalitäten wurde zwischen beiden Klubs Stillschweigen vereinbart. Medienberichten zufolge soll die Ablösesumme jedoch bei rund sieben Millionen Euro liegen. Für die eigentlich klammen Bremer ist diese problemlos zu stemmen. Die Abgänge Vestergaard (Für 13 Millionen Euro zu Borussia M'Gladbach) und Ujah (Für 11 Millionen Euro zu Liaoning Hongyun) spülten frisches Geld in die Kasse der Bremer. 

Zuletzt wurde Max Kruse noch mit dem Hamburger SV in Verbindung gebracht und hätte sich einen Wechsel an die Elbe gut vorstellen können: "Das Trikot vom HSV sieht sicher schön aus mit meiner Nummer drauf. Dazu kann ich jetzt aber auch noch nichts sagen. Viele wissen natürlich, dass ich früher in HSV-Bettwäsche geschlafen habe. Aber wir werden sehen, was die Zukunft bringt. Schauen wir mal, was im Juli noch passiert", äußerte er sich im Juni auf seiner Facebook-Seite. Nun hat er sich lieber für Werder Bremen entschieden. 

Rückkehr an alte Wirkungsstädte

Max Kruse war schon mal von 2006 bis 2009 für Werder aktiv, konnte sich unter dem damaligen Trainer Thomas Schaaf jedoch nicht durchsetzen. Lediglich ein Bundesliga-Spiel durfte er bestreiten, als er 2007 gegen Arminia Bielefeld eingewechselt wurde (8:1). 

Sein Weg führte nach Hamburg, wo er beim FC St. Pauli anheuerte. Dort blieb er drei Spielzeiten und absolvierte 96 Spiele, in denen er 22 Tore erzielte und 15 weitere auflegte. Anschließend wechselte er zum SC Freiburg in die Bundesliga, wo er in 34 Spielen 11 Tore schoss. 2013 wechselte Kruse an den Niederrhein zu Borussia Mönchengladbach, wo er seine bisher beste Zeit als Fußball-Profi erlebte. 23 Tore und 21 Assists standen nach 66 Spielen zubuche, zudem erreichte er mit seiner Mannschaft 2015 die Qualifikation für die Champions League. Zur Saison 2015/16 wechselte Kruse zum VfL Wolfsburg in der Hoffnung, sich sportlich weiter zu entwickeln. 

Max Kruse stand von 2006 bis 2009 schon mal bei Werder Bremen unter Vertrag. | Quelle: Getty Images

Schwerer Stand in Wolfsburg

In Wolfsburg hatte es der Stürmer nicht einfach. Seine privaten Eskapaden sorgten für jede Menge Schlagzeilen, über die der VfL Wolfsburg und auch Nationaltrainer Joachim Löw nicht begeistert waren, woraufhin der 28-Jährige sogar aus der Nationalmannschaft flog und die Europameisterschaft vor dem Fernseher verfolgen musste. In Wolfsburg blieb er sportlich weitestgehend blass und geriet in der Folge auf das Abstellgleis. In Bremen wird Max Kruse sportlich einen Neuanfang wagen. 

Bremens Sportdirektor Frank Baumann ist erfreut über seine Neu-Verpflichtung. "Wir sind sehr froh, dass sich Max mit voller Überzeugung für eine Rückkehr zu Werder ausgesprochen hat. Er ist ein Spieler, der sich in den letzten Jahren hervorragend entwickelt hat und sowohl im Verein als auch in der Nationalmannschaft auf höchstem Niveau seine Qualität nachgewiesen hat", so der 40-Jährige.

Max Kruse sieht die Rückkehr zu Werder als wichtigen Schritt in seiner weiteren Karriere an: "Der Fußball ist der Mittelpunkt meines Lebens und in Bremen finde ich sehr gute Rahmenbedingungen vor, um wieder durchzustarten. Ich freue mich auf das Team und bin nach den Gesprächen mit Frank Baumann überzeugt, dass wir hier sportlich wieder etwas aufbauen können. Ich habe bei diesem Transfer auf mein Bauchgefühl und Herz gehört. Werder hat mir damals die Chance gegeben Bundesliga-Profi zu werden und ich habe mein erstes Spiel als Bundesligaprofi für diesen Verein gemacht. Jetzt möchte ich versuchen dabei zu helfen, dass der Verein wieder zu alter Stärke zurückfindet. Ich freue mich riesig, dass der Transfer geklappt hat und werde für meinen neuen Verein und meine Mannschaft wieder alles geben", so Kruse.